Ein Elefant verschwindet

(Ich muss gestehen, ich habe diesen Titel abgeguttenbergt, es tut mir leid, Herr Murakami, aber Sie sind so unheimlich inspirierend in letzter Zeit)

Was soll euch also dieser Titel sagen?
Ich interpretiere Murakamis Kurzgeschichte in etwa so:
Ein Elefant ist eine große Sensation, und noch sensationeller ist es, wenn dieser sich einfach in Luft auflöst. Allein diese beiden Tatsachen sorgen eigentlich für immens viel Gesprächsstoff – aber mit einem riesigen (elefantengroßen) Nachteil: abseits dieses Gesprächsstoffes tut sich eine Lücke auf, die man nicht mehr zu füllen vermag, weil das Verschwinden eines Elefantes in eine verbale Sackgasse führt.
Was hat es nun also mit der Kategorie „Was ist geschehen“ in meinem beschaulichen Leben zu tun?
Ein Elefant war aus meinem Leben verschwunden und füllte einen Großteil meiner Nicht-Kommunikation aus, die in einer großen Vermeidungs-Blase am 15. März diesen Jahres mündete. Diese wurde dann spontan zum Platzen gebracht und nun versuche ich, Fragmente, die wie ein Aussatz in meinem Gehirn schwimmen, an ihre richtigen Stellen zu setzen.
Ich glaube, ich bin nicht die Einzige, der die Hände zittern und das Hirn dabei nicht gehorchen möchte.
Ich habe fast ein ganzes Jahr versucht, ohne meinen besten Freund zu leben und ihn aus allen Gesprächen herauszuhalten. (Tut sich auch beschissen, wenn man mitleidig ankommt und diese ganze Geschichte erzählt – habe gelernt, dass es ohne Erzählen und mit einer gehörigen Portion Verschweigen besser läuft. Auf die Frage, wie ich damit weiterlebe, hatte ich bisher nur ein flapsiges „Abwarten“ parat. Ich danke der Macht der Verdrängung.)
Ich habe auch eine ganz ausgetüftelte „Vergesse, was je geschehen ist“ Trennungstrategie, nach der ich lebe – meistens klappt diese hervorragend, bis auf wenige Außnahmen lebt es sich damit sehr gut, ich empfehle hier mentale Scheuklappen zu tragen, die einen nur nach vorne blicken lassen. Diese können bei mir erworben werden.
Jedenfalls wurde meine Verdrängungs-Blase zerstört, in dem ich an einem Abend Freund und Elefant wiedergesehen habe. Und nun stehe ich vor der Frage, wie ich damit umgehe.
Gestern, mit Bademantel, Chips und Coke bewaffnet, hat Verdrängen super funktioniert. heute kamen Gedanken zu Besuch. Ein Ignorieren des Türklingelns brachte so garnichts.
Ich habe mir einen Plan ausgearbeitet, nach dem es funktionieren sollte:

Schritt eins:
Hausarbeiten schreiben! Die müssen eh bis April fertig werden und es gibt nichts Heilsameres, als über den Glauben an Gott und dessen Bedeutung in einer sekulären Gesellschaft zu schreiben.

Schritt zwei:
Abwarten und Tee trinken.
A. – ich weiss ganz genau, dass unsere Wege sich kreuzen werden – irgendwann, irgendwie, irgendwo. Ich weiss nicht, wie es sein wird, wohin uns unser Leben bis dahin gebracht hat, aber es wird eintreffen.
Solange ich diesen Gedanken ganz abstrakt in meinem Schädel behalten kann, läuft alles gut.
Leider kommt hinzu, dass wir beide sterblich sind, das durfte ich im letzten Jahr sehr schmerzlich erfahren, als ich an einem Tag noch Besuchs-Pläne geschmiedet hatte und am nächsten ein Telefonanruf mir mitteilte, dass ich diesen Menschen nunmehr auf dem Friedhof besuchen kann. So läuft übrigens jedes Leben ab, weswegen man nicht zu lange warten sollte.
(An dieser Stelle auch ein Hinweis an M.U. – du verpasst nur dann etwas, wenn du es vor herschiebst.)

Schritt drei:
Positiv denken!
Niemals gab es in der Menscheitsgeschichte Stillstand, denn Stillstand tritt nur mit dem Tode ein. Solange sich alles um uns herum bewegt, uns mitreisst, uns fortspült, geht auch das eigene Leben weiter und immer weiter.
Wichtig ist, die Schwimmflügel einzupacken, mit einer Arschbombe und freudig schreiend in den Strom zu stürzen und weiter zu machen, zu paddeln und irgendwie zu versuchen, Vergnügen aus der Sache zu ziehen.
Ich kann bei gewissen Sachen nicht viel ausrichten – bin weder Psychologe, noch halte ich den Schlüssel zur Allmacht in meinen Händen. Aber ich weiss, dass allein Denken Vieles bewegen kann.
So bleibt mir zu guter Letzt das Denken an euch.
Viel Glück dem verschwundenen Elefanten, ich hoffe, ich habe deinen trüben Lebenstümpel genug aufgemischt, dass du dich endlich zusammenreissen kannst, um ein paar Dinge klarzustellen. Ich wünsche dir, dass du nun weisst, was wichtig in deinem Leben ist. Meistens ists nie zu spät.
Viel Glück an A. – ich bin immer da, und wenn du etwas brauchst, dann scheue dich nicht, einfach anzuklingeln.
Natürlich werde ich dich vermissen, aber ich weiss auch, dass es vielleicht besser werden kann.

Ich denke einfach positiv.

…You are someone else // I am still right here…

Unter all den Depri-Liedern, die ich so kenne, scheint mir im Moment nur dieses hier einzufallen, erschwerend hinzu kommt, dass der gute M. meinte, es sei nicht mal negativ gemeint, sondern trage für ihn sogar eine befreiende Note.
Aber ich fühle mich derzeit außer Stande, Texte der NIN als „aufbauend“ einzustufen.
Wie kommt man zu so einer miserablen Lage?
Nun, man nehme ein generell zeitliches Problem des „nicht zu normalen Zeiten schlafen könnens“, addiere den tapferen Versuch, das Ganze verbessern zu wollen, indem man garnicht schläft und multipliziere es mit einem großen Haufen Scheiße, welcher sich gerade in Form von zwischenmenschlichen Problemen manifestiert hat – und voilá – man fühlt sich wie ein Häufchen Elend, welches sich in Embryonalstellung in die Badewanne kauern möchte.
Ich habe keine Badewanne und das macht es weder besser, noch schlechter.
Trotz Gesellschaft, trotz nahestehenden Menschen und trotzdessen, dass ich eigentlich total beschäftigt sein sollte, fühle ich mich, wie der erste und einzige Mensch auf dem Mars – ziemlich allein und verloren.
Ich hätte selber nicht gedacht, dass ich davon überrascht werden könnte und eigentlich habe ich auch gehofft, ich wäre so abgebrüht, wie ich immer behaupte, aber im Endeffekt (und dieser tritt immer dann ein, wenn hier alles rundherum schläft und ich der einzig wache Mensch bin) muss ich jedesmal feststellen, dass ich garnicht so dufte bin, wie ich es mir immer einrede.
Einbildung scheint also nicht alles zu sein.
Da gibts ja noch die gute, bewährte Verdrängung, aber selbst die greift nur bei traumatischen Erlebnissen. Und ein Trauma habe ich jetzt nicht unbedingt dadurch davongetragen, dass mein bester Freund mich als „Affäre ohne Sex“ eingestuft hat.
Vielmehr ein Kaleidoskop an Emotionen, angefangen bei WTF bishin zu „mir fällt keine Lösung ein, aber ich bewundere dein Problem..“
Oder, weniger cool: „hätte ich mir beinahe denken können“ bishin zu „und nun?“
Und ich glaube, dass es nichtmal der merkwürdige Fakt ist, weswegen wir nicht reden können / sollten. Das „ich kann nichts tun“ nagt an mir. Ich war nie ein guter Schachspieler, einfach, weil mir eine gewisse Logik fehlt, aber ich kann es nicht ausstehen, Schachmatt gesetzt zu werden.
Natürlich geschehen im Leben eines Menschen des öfteren Sachen, bei denen man schier außerstande ist, irgendwie zu handeln. Meist kommt noch jemand hinzu, sieht sich dein Problem an und zeigt dir einen Weg auf. Der Weg ist nicht leicht und auch nicht einfach, aber in 99 Prozent aller Fälle führt er dennoch aus der Klemme heraus.
Was wir hier haben ist eine Sackgasse, die in einer Fallgrube mit spitzen, giftigen Speeren endet.
Wer mir an diesem Punkt mit „was du liebst, sollst du ziehen lassen“ ankommt, verdient es, als Puffer in dieselben Speere gestoßen zu werden. Mir fehlen wohl die Noblesse und die Vernunft, um zu sagen: „Dann schau halt zu, dass wir uns nie wieder sehen, die letzten 7-8 Jahre waren ganz toll, aber die Umstände erlauben es einfach nicht, das Ganze weiterzuführen“.
Wie macht man mit seinen Freunden Schluß? Gibt es dafür eine Ex-Freundschaftskiste, die neben der Ex-Kiste auf einem Regal im Keller vor sich hinstaubt?
Ich kenne Freundschaften, die außeinandergehen, weil sie nicht stark genug waren. Oder weil Vertrauen verletzt worden ist. Oder schlicht und einfach solche, die im Sande verliefen.
Ich kenne keine Einzige, bei der es irgendwann Notwendigkeit war, sie aufzulösen, bevor Ehen in die Brüche und Egos vor die Hunde gehen.
Ich glaube, dass es mich sehr einsamen fühlen lässt, weil keiner wirklich etwas dagegen tun kann. Und wenn nichts getan wird, können wir uns von gegenüberliegenden Straßen einmal im Jahr freundlich zuwinken und weiterziehen. Oder, noch schlimmer und abstruser: eine affärenähnliche Sache führen, bei der wir lügen und betrügen müssten, um uns sehen zu können.
Ich habe in meinem Leben genug gelogen und betrogen. Manchmal war es notwendig, oftmals war es falsch und in einigen Fällen fatal – aber alle Male waren lehrreich. Schlussendlich habe ich daraus Erfahrungen gewonnen, die darauf hinauslaufen, das Lügen an sich zu reduzieren. Nicht, weil ich mir an der Himmelspforte Absolution erhoffe, auch nicht, damit ich ruhiger Schlafen kann, sondern um weiter zu kommen, zu wachsen…
Nun, was dich betrifft, A., so bist du ein ganz miserabler Lügner – egal in welcher Lebenslage.
Es wäre ein wundervoller Charakterzug, wenn er mir grade nicht so massiv im Wege stehen würde. Es sieht so aus, als ob es darauf hinausliefe, nach dem „Wie mans auch macht, man macht es falsch“ Prinzip zu funktionieren. Genau dann, wenn man denkt, man hat für die eine dumme Geschichte genug Rechtfertigungen ausgesprochen und sich genug mit Konsequenzen herumgeplagt, kommt die alles entscheidende und riesige Monsterkonsequenz und lacht dir ins Gesicht.
Ich weiss nicht was ich tun soll. Und das macht einen menschen, der nach dem „es geht schon irgendwie weiter“ Motto lebt, einfach verrückt.
Ich will nicht, dass es ohne dich weiter geht.
Aber ich würde alles so unsagbar viel schlimmer machen, egal was ich tun würde.

I wear this crown of shit
Upon my liar’s chair
Full of broken thoughts
I cannot repair
Beneath the stains of time
The feelings disappear
You are someone else
I am still right here

(NIN, aber das Cash Cover ist ein bisschen besser)

Functions

Zu aller erst vielen Dank an meine Muse, ohne die das hier nicht entstanden wäre. Ohne die das Schreiben etwas trauriger wäre. Und xx – Teardrops.

Er atmete tief und ruhig, denn er träumte.
Sein Körper, müde und verschwitzt, Wärme abgebend und süß duftend, lag schwer und der Brustkasten bewegte sich regelmäßig, hypnotisierend.
Er träumte, nach einem langen Tag.
Er träumte und sein Kopf hatte Pause.
Ließ die Gedanken frei, die er sonst so erfolgreich eingekerkert hielt. Die er hasste, die er unterdrückte.
Er träumte, und in seinen Träumen war er ihr nahe.
Er fasste sie an und es gefiel ihr.
Er war er ihr nahe, und es gefiel ihm.
Der Kreis schloss sich, seine Gedanken zirkelten in einem warmen, gemütlichen Wirbel voller Dunst, Schaum und Bequemlichkeit.
Er war bei ihr und die Zeit wurde wieder zu Gallerte. Geräusche und Gerüche wurden zweitrangig, nur das Gefühl zählte, was sich in ihm ausbreitete – es war warm und weich. Bekannt und Bewusst.
Erlebt.
Er war bei ihr, und sein Brustkasten bewegte sich in einem gewohnten Rhythmus.
Bewegte sich so, wie sein Körper es gewohnt war.
Sie stöhnte auf und in seinen Ohren klang es wie eine Symphonie. Wie etwas Bekanntes und Geliebtes, hatte er den Klang doch so oft gehört, nur schon vergessen.
Das Stöhnen war Oase – Luft, Licht und Wasser für einen Sterbenden – es erregte ihn. Es entfachte Feuer und Stürme. Es brachte heiße und kalte Schauer über seinen Körper. Es ließ ihn wollen – einfach alles wollen, was da noch kam.
Er presste die Lider zusammen, runzelte die Stirn, im Unwollen, sich so leicht diesem Spiel ergeben zu müssen.
Sein Körper, liegend und duftend, bäumte sich leicht. Das Laken raschelte, seine Hände griffen verlangend nach weichen Falten. Hielten sich fest.
Er stöhnte im Schlaf.
Er öffnete leicht den Mund – sein Körper verlangte nach Sauerstoff.
Er verlangte nach ihr.
Im Dunst glitten seine Hände über ihren Körper, als ob sie eine Skulptur nachformten. Sie kannten die Linien. Sie waren seine Erinnerung – an etwas, was war und nie wieder sein durfte. Sie ersetzten seine Augen – denn sie sahen und liebten mehr, als es seine Augen gekonnt hätten.
Sie prickelten, juckten, zitterten.
Seine Gedanken zerrten an ihm – sie trieben ihn immer wieder zu diesem Stöhnen und ihren Formen, ihrem Duft, ihren Gebärden.
Er war gefangen – seine Gedanken hatten ein Netz gesponnen – voller süßer Erinnerungen – an ihren Körper. An ihre Stimme.
Schlussendlich an sie selbst.
Sein Körper erwachte.
Sein Mund schnappte nach Luft und er brannte vor Lust.
Er fasste neben sich und spürte warme Haut.
„Komm“, flüsterte er.
Die Frau neben ihm erwachte und bot sich dar – ihre Brüste glänzten im Laternenlicht, welches zum Fenster hineinfiel.
Er nahm sie.
Wütend.
Und hasste seine Gedanken dafür, dass sie ihm einen Streich gespielt hatten.
Denn seine Hände waren diese Formen nicht gewöhnt.
Und seine Ohren hatten dieses Stöhnen noch nie gehört, welches durchs Zimmer drang.
Er schrie, und seinem Körper war es gleich, in welcher Ekstase dieser Schrei durch die Nacht klang.
Seine Gedanken aber erinnerten sich.
Und sie lachten ihn aus, weil er sich tröstete.
Tröstete mit einer Frau, deren Namen er nicht kannte.

Just as I said

Kennt ihr die Grenze zwischen „Bier alle“ und „im Kühlschrank steht noch ein Morgan tapfer seinen Mann“?
Wenn nicht – Weiterlesen bringt euch nur in Schwulitäten, das wollen eure Eltern bestimmt nicht!
Wenn ja – hey folks! :)

Ich habe so grad‘ mal mein Jahr Revue passieren lassen. Und es passierte mit atemberaubenden Kostümen und Strumpfhosen, bis aufs Cameltoe hinaufgezogen Strumpfhösschen in meinen Gedanken entlang – ich weiss nicht, wieviele Leser mir geblieben sind.
Und nein, das kleine, süße Internetflittchen ist nicht gewillt, das Ganze auf FB zu posten, damit Hans Dieter, der schon sabbbert und aus dem Mund trieft, das Ganze hier per Klick LIKEN kann. Nope.
Dafür halte ich mich zu sehr für Kunst.
Dafür halte ich mich zu sehr für schön und – im Internetsinne – unantastbar. Lach‘ ruhig, Socra, ich habe dich auch irsinnig lieb.
Für alle Hans Dieter, die hier immer noch weitergelesen haben: das ist Ironie! Ich habe den Socra natürlich keineswegs lieb, so wie ihr FB User denkt – ich liebe ihn auf meine kranke Art und Weise ( jaaaha, ich erfreue mich an dem süße Malheur, dass mein Facehugger deine Alienkönigin flachgelegt hat – wiiiitzig!)
Die kleinen Dinge des Lebens, ihr wisst doch ;)

Nein, aber mal zur ungelesenen Unantastbaren: was hat sie gemacht, die Frau, der ich meine Nächte gewidmet habe?
Was hat sie gemacht, die Frau, der ich meine Brandschwielen an den Knien vom Teppich verdanke?
Was hat diese kleine Fee getrieben, von der ich dachte, sie sei auf ewig mein?
Was hat diese bösartige Schlampe verbrochen, die meinen Mann gefangenhält (ich entschuldige mich jetzt schon – nur in dem Sinne dass ich diesen Mann tiefer und inbrünnstiger liebe, als es jede Ehefrau könnte – ich habe schießlich meinen Freund für ihn aufgegeben)
Jaaahaaa, was hat sie getrieben, diese unsagbare Internetgestalt?

Sie war ist und wird befreundet sein. Mit wem? Tjoa, denkt es euch, ihr kleinen Internetschlampen ;)
Ich habe eines herausgefunden, was ich für sehr wichtig halte – so wichtig, dass ich es euch FOLLOWERN definitiv bloggen muss: (ahahahatention whore!):
Hat sie geuuurt? Jap, hat sie.
Hat sie getrunken? Natürlich, Jungs!
War sie kreativ? Naja… ich habe es versucht, aber im sehr unschuldigen Sinne

Es gibt in einer Beziehung das Heilige:

die Freundschaft.
Freundschaft ist für mich, kleine, unglücksseelige Internetschlampe immer noch Folgendes:

- Hand ins Feuer

- Liebe
- Treue

Und, Mädels, das ist mehr, als so eine 0/8/15 Beziehung verkraften kann, denn:

Die Hand ins Feuer lege ich für meine Freunde,
die,
die mir treu waren (haha?) – die,
die ich liebe
und
denen ich
ewige Treue geschworen habe

LOL?

Mag sein!
Aber es gibt so ein paar Sachen, die mich niemals von diesen Menschen loslassen werden – z.B. ebene diese Liebe.
Ich liebe meine Hosenscheisser, so wie sie sind ;)
Ich liebte sie immer und aufgrund neuer, mir allzu ansehnlicher Kreaturen werde ich sie nicht weniger liebhaben.
Ich werde dastehen und sagen:

Jap, die sind Arschlöcher.
Aber es sind meine.

Und wisst ihr, was mich dazu bewegt, diese prosaischen Strophen zu schreiben?
FUUUU – ich kannte euch von vorne, als es noch nicht so kompliziert war.
Ich habe Kurzgeschichten über euch geschrieben.
Und ich habe sie nie veröffentlicht – ich liebe euch, und will euch unantastabar wissen – im literarischen Sinne – ich will, dass diese glorreichen Nighthawks at the diner mit gehören – denn es sind meine Erinnerungen an Menschen, die mich vergessen haben!

Und?

Ich liebe sie trotzdem.
Weil sie es verdient haben!

Die Rote Liste

Hellou, allerseits, meine lieben Mitmenschen :)

Lng time no read oder so ähnlich, aber ich kann mir diese Floskel langsam als Gesprächseinstie abspeichern.
Ich bin eben faul und inkonsequent.

Ich möchte heute ein Thema ansprechen, welches mir schon seit einigen Tagen im Kopf herumgeistert, ich immer wieder beobachten kann und bisher noch nicht in Worte gefasst habe:
der Gentleman auf der Roten Liste aussterbender Arten.
Thema nix Neues? Denkt ihr, ich möchte hier nicht über rücksichtslose Männer herziehen und mich an einem Klischee, einem Wunder ohne sozialen Kontext o.ä. festklammern.
Mir geht es lediglich darum, dass unsere Gesellschaft eine große Schuld trägt – sie hat den zuvorkommenden, légeren Mann ausgerottet und an dessen Stelle ein metrosexuelles, geheztes Monster gesetzt, unfähig, zu verweilen, zu genießen oder zu schätzen, und dem gleich hinterher einen Typ Frau erschaffen, der sich dem anpasst, tief in der Seele jedoch uglücklich über diese Änderungen ist.

Einfaches Beispel: Es gab da so eine schöne Art, der Dame den Vortritt zu lassen: als Mann hielt man die schwere Tür auf und liess die Frau passieren.
Dann kamen die automatischen Glastüren in unser Leben und der Mann verlernte das Türaufhalten.
Heute jedoch gibt es tendenziell wieder mehr schwere, große Türen, aber Männer, die es verlernt haben, dass man sie vor der Frau aufmachen muss.
Hier haben wir ein Problem: selbe Begebenheiten wie früher, nur ohne den Luxus eines Mannes, der diese Dinger öffnet.
Natürlich schreien hier die Emanzen auf und werden meinen: Kannste alleene, sei doch mal n großes Mädchen!
Neee, kann ich nicht! Schonmal versucht, 40 Kilo Tür zu ziehen, wenn man auf hohen Absätzen steht? Am besten, man hat einen Rock dabei an, dann sieht es umso bescheuerter aus, wenn man beide Hände an die Klinke legt, den Po rausstreckt und nach Leibeskräften zieht, während man die Pumps in den Boden rammt, um Halt zu haben…
Vielleicht bin ich ja auch nur ein Unikat und messe diesen Dingen zuviel Bedeutung bei, aber meines Erachtens sollte sich eine FRau nicht lächerlich machen.
(Ok, wir ignorieren jetzt die ganzen überschminkten Minderjährigen mit Tally Weijl-Outfits und einem Vokabular, welches jedem möchtegern-Mafia-Türken neidisch macht…)

Oder, ein anderes Beispiel:
Früher hat Mann die Frau vor sich herlaufen lassen: sie betrat den Raum zuerst, auf sie waren alle Blicke gerichtet, die Frau wurde wie ein besonderes Accessoire, etwas Schönes und Bestaunenwertes gezeigt – Mann war also stolz auf sie.
Heutzutage ist er froh, wenn sie zuhause bleibt und nicht rummeckert…
Soviel zu früher war alles besser…

Aber, Mädels, seid mal ehrlch, ab und an ist es doch ganz nett, dominiert zu werden – schwach zu sein, um beschützt zu werden, schön zu sein, um des Mannes Stolz und vor allem seine Begierde anzusprechen, alles in allem zurückhaltend aber begehrenswert zu sein…
Überlegts euch, wahre Stärke liegt im Unscheinbaren :)